Das Potenzmittel Viagra

Viagra ist das bekannteste Medikament zur Bekämpfung von einer erektilen Dysfunktion bei Männern. Es wurde von der Firma Pfizer entwickelt und ist seit 1998 auf dem Markt. Ursprünglich sollte das Medikament zu Beginn der 1990er Jahre für die Behandlung von Herzbeschwerden eingesetzt werden, dabei erwies es sich allerdings als wirkungslos. Stattdessen berichten die Männer, die das Medikament ursprünglich zur Behandlung ihrer Herzbeschwerden eingenommen hatten, davon, dass unmittelbar nach der Einnahme von Viagra Erektionen auftraten. Daher ließ sich die Firma Pfizer das Medikament im Jahre 1998 patentieren und setzte es daraufhin als Potenzmittel ein. Im nun folgenden Text zeigen wir Ihnen alle wichtigen Formationen rund um das Medikament.

Was ist Viagra und für was wird es eingesetzt?

Viagra ist ein Medikament, welches verschreibungspflichtig ist und bei Männern dafür eingesetzt wird, Erektionsstörungen zu behandeln, also eine erektile Dysfunktion zu beheben. Wenn ein Mann nicht mehr dazu in der Lage ist, eine zufrieden stellende Erektion zu erzeugen und aufrecht zu erhalten, dann spricht man von einer Erektionsstörungen. Zwar treten diese Erektionsstörungen vor allem bei Männern in höherem Alter auf, generell können aber Männer aller Altersgruppen von diesem Problem betroffen sein.

Für wen ist der Einsatz von Viagra geeignet?

– Allen Männern, die unter Erektionsstörung leiden, kann Viagra weiterhelfen. Wichtig zu beachten ist, dass man für den Einsatz von Viagra aber mindestens 18 Jahre alt sein muss.

Wie genau kann Viagra dabei helfen, eine Erektion zu fördern?

– Um verstehen zu können, wie Viagra funktioniert, muss erst einmal geklärt werden, wie es unter normalen Bedingungen zu einer Erektion kommt: Um eine Erektion aufrecht erhalten zu können, wird der Botenstoff cGMP benötigt. Dieser Botenstoff wird durch das Enzym PDE-5 abgebaut. Bei einer normalen Erektionsfähigkeit sorgt PD5 dafür, dass eine Erektion nach einer gewissen Zeit wieder abklingt. Wenn das Gleichgewicht zwischen cGMP und PDE-5 allerdings gestört ist, spricht man von einer Erektionsstörung, da die Erektion in diesem Fall nicht ausreichend hart oder nicht ausreichend lang ist.

In Viagra ist der Wirkstoff Sildenafil enthalten. Dieser wird auch PDE-5-Hemmer genannt. Der Wirkstoff verhindert für eine kurze Zeit, das cGMP abgebaut wird und sich daher in einer höheren Konzentration im Blut befindet. So können sich die Blutgefäße im Penis entspannen und Blut kann leichter in diesen hinein fließen. Dadurch, dass also mehr Blut in Penis ist, wird die Erektion verstärkt und kann über eine längeren Zeitraum hinweg aufrecht erhalten werden. Allerdings wirkt Viagra nur dann, wenn aufgrund einer sexuelle Stimulation gewisse Nerven im Pulse ausgelöst werden. Erst, wenn diese Nervenimpulse im Penis ankommen, wird eine Erektion ausgelöst. Gibt es keine sexuelle Erregung, kann es auch mit dem Einsatz von Viagra zu keine Erektion kommen.

Wie lange dauert es, bis die Wirkung von Viagra einsetzen?

– Nachdem Viagra eingenommen wurde, dauert es etwa 30-60 Minuten, bis die Wirkung im Körper einsetzt. Damit der Wirkstoff optimal wirken kann ist es sinnvoll, vor dem Einsatz von Viagra eine Mahlzeit zu sich zu nehmen. Der Körper kann den Wirkstoff von Viagra nämlich dann am besten aufnehmen, wenn die letzte Mahlzeit maximal zwei Stunden zurück liegt. Wichtig ist, dass bei der Einnahme die Hinweise, die Sie von Ihrem Arzt zur Dosierung und zur Anwendung von Viagra erhalten haben, auch eingehalten werden.

Wie lange hält die Wirkung von Viagra an?

– Die Wirkung des Wirkstoffes Sildenafil, welcher in Viagra enthalten ist, kann zwischen vier und fünf Stunden andauern. Das ist, im Vergleich mit anderen PDE–5–Hemmern, wie zum Beispiel Tadalafil, das in dem Potenzmittel Cialis vorkommt, relativ kurz. Bei Cialis beispielsweise kann die Dauer der Wirkung nämlich bis zu 36 Stunden anhalten, weshalb die Pille auch als „Wochenendpille“ bezeichnet wird.

Warum hält die da wie Wirkung von Viagra nicht so lange an?

– Die Dauer der Wirkung eines Potenzmittels hängt von dem im Potenzmittel enthaltenen Wirkstoff ab. Jeder dieser verschiedenen Wirkstoffe hat eine unterschiedliche Halbwertszeit, also eine unterschiedliche Zeitspanne, in der die Konzentration des Wirkstoffes im menschlichen Körper auf den halben Wert der Anfangskonzentration absinkt. Das liegt daran, dass verschiedene Wirkstoffe vom Körper in einer unterschiedlichen Zeit abgebaut werden.

Welche Faktoren beeinflussen die Wirkung und die Wirkungsdauer von Wiedergabe?

– Gewisse Faktoren können die Wirkung von Viagra in einem bestimmten Maße beeinflussen.

Ein Faktor, der keine Rolle bei der Wirkung von Viagra spielt, ist das Alter. Bei einem gesunden Mann wirkt Viagra auch im hohen Alter genau so wie bei Männern in jungem Alter noch ohne Probleme.

Anders sieht es bei Patienten aus, die unter einer hormonellen Störungen leiden. In diesem Fall kann es sein, dass sich die Wirkungszeit von Viagra deutlich verkürzt. So berichten Patienten, die unter einem Mangel an Testosteron leiden, dass die Wirkung oft nicht stark genug ist. Sollte bei Ihnen auch nach einer mehrmaligen Einnahme noch immer keine Wirkung eingetreten sein, empfehlen wir Ihnen, sich mit einem Arzt in Verbindung zu setzen.

Generell sollten Sie neben der Behandlung der Erektionsstörungen auch die möglichen Ursachen dieser Störung im Auge behalten. So kann es zum Beispiel sein, dass Direktionsstörung durch eine Grunderkrankung wie beispielsweise Diabetes ausgelöst wurde, oder sie ist ein Anzeichen für eine Verkalkung der Arterien.

Hat Viagra eine psychologische Wirkung?

–Es kann durchaus sein, dass Viagra eine positive psychologische Wirkung zeigt. Durch das Potenzmittel ist es vielen Männern möglich, ihre Sexualität wieder erfolgreich auszuüben, ohne die Angst vor einer Erektionsstörung. Auch kann es sein, dass durch die Behandlung mit Viagra gewisse Blockaden und Ängste, die durch die Erektionsstörung entstanden sind, angebaut werden. Experten zufolge leidet jeder vierte Mann bereits vor seinem 40. Lebensjahr unter Erektionsstörungen. Dabei sind diese Probleme allerdings meist nicht von langer Dauer. Daher kann es durchaus sein, dass Patienten, die mit Potenzmitteln wie Viagra positive Erfahrungen gemacht haben ihre Erektionsstörungen ein Stück weit losgeworden sind. Im Idealfall kann es sein, dass ein betroffener Mann seine Sexualität wieder wie gewohnt und ohne Unterstützung des Potenzmittels ausleben kann.

Welche Wirkung haben Generika von Viagra?

– Als Generika bezeichnet man die Medikamente, welche den selben Wirkstoff enthalten, wie das Originalmedikament, also im Falle von Viagra die Medikamente, die den Wirkstoff Sildenafil enthalten und somit auch die gleiche Wirkungsdauer und die gleiche Wirkungsweise haben wie Viagra.

Der größte Unterschied zwischen Viagra und dessen Generika liegt in der Zusammensetzung der Hilfswirkstoffe und der Nebenwirkstoffe. Diese zusätzlichen Wirkstoffe geben dem Medikament seine Form und seine Farbe und sind außerdem dazu da, den Wirkstoff im Inneren des Körpers zu transportieren. Da die Generika oft unterschiedliche dem Wirkstoff enthalten, kannst es durchaus sein, dass Sie diese nicht so gut vertragen, wie das originale Medikament. Ein weiterer großer Unterschied liegt zudem im Preis, da die Generika deutlich billiger sind als das kopierte Original.

Wie musst Viagra eingenommen werden?

– Da die Wirkung von Viagra erst nach etwa 30 bis 60 Minuten einsetzt, sollte das Potenzmittel ungefähr eine Stunde vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden. Empfohlen wird eine maximale Dosis von 100 mg Sildenafil. Wichtig zu beachten ist, dass eine Einnahme nicht öfter als einmal pro Tag erfolgen darf, ganz unabhängig von der Höhe der Dosis, die von Ihrem Arzt verordnet wurde.

Außerdem sollten Sie daran denken, dass sich der Eintritt der Wirkung etwas verzögern kann, wenn das Medikament zusammen mit sehr fetthaltig der Nahrung eingenommen wird. Zudem kann sich die Wirkung durch die fetthaltige Nahrung reduzieren. Grundsätzlich sollte es auch vermieden werden, einen übermäßigen Konsum an Alkohol mit der Einnahme von Viagra zu kombinieren, da es sein kann, dass der Alkohol die blutdrucksenkende Wirkung des Potenzmittels verstärkt und sich negativ auf die Erektion auswirkt.

In welchen Fällen darf ich Viagra nicht einnehmen?

– Unter bestimmten Voraussetzungen dürfen Sie Viagra nicht einnehmen. Nämlich dann, wenn Sie:

  • Nitrate einnehmen
  • unter einem niedrigen Blutdruck leiden
  • wenn Sie Medikamente gegen einen zu hohen Blutdruck einnehmen
  • wenn Sie allergisch auf Sildenafil oder auf andere Bestandteile von Viagra reagieren
  • wenn Sie vor nicht allzu langer Zeit einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erlitten haben
  • wenn Sie unter einer Seite Augenkrankheit, wie zum Beispiel Retinitis pigmentosa, leiden
  • wenn die Funktionen ihrer Nieren oder ihre Leber schwer gestört sind
  • wenn Sie aufgrund von arteriitischer anteriorer ischämischer Optikusneuropathie bereits einen Seeverlust hatten
  • wenn Sie bereits andere Medikamente einnehmen, die eine erektile Dysfunktion behandeln

Außerdem sollten Sie, bevor Sie mit der Einnahme von Viagra beginnen, mit einem Arzt, einem Apotheker oder mit medizinischen Fachpersonal sprechen, wenn einer der nun folgenden Punkte auf Sie zutrifft:

  • wenn Sie unter Sichelzellanämie, also unter der Veränderung von roten Blutkörperchen, leiden
  • wenn Sie Leukämie, also Blutkrebs, oder multiples Myelom, also Knochenmarkkrebs, haben
  • wenn Sie Probleme mit ihrem Herzen haben
  • wenn Sie unter einer anatomischen Missbildung ihres Penis es leiden oder eine Peyronie-Krankheit haben
  • wenn Sie ein Magen-Darm-Geschwür oder eine Störung in der Blutgerinnung haben
  • wenn Sie vor der Einnahme des Mittels eine plötzlich Abnahme des Körpergewichts bemerkt oder ihre Sehkraft verloren haben

Sollte Ihre Erektion länger als 4 Stunden andauern oder sollten Sie starke Schmerzen in ihrer Brust während oder nach dem Geschlechtsverkehr bemerken, kontaktieren Sie sofort einen Arzt.

Frauen und Personen, die unter 18 Jahre alt sind, dürfen Viagra nicht einnehmen.

Kann Viagra auch eingenommen werden, wenn keine Erektionsstörung vorliegt?

– Auf diese Frage gibt es eine klare Antwort: Nein! Viagra ist ein Medikament, dass lediglich von Menschen eingenommen werden darf, welche unter einer nachgewiesenen Erektionsstörung leiden. So kann die Einnahme bei gesunden Menschen ohne eine Erektionsstörung zu schwerwiegenden Nebenwirkungen wie zum Beispiel zu einer schmerzhaften Dauererektion führen. Männer, die also unter keiner Störung leiden und das Potenzmittel lediglich nutzen, um ihre sexuelle Leistungen zu steigern und es als „Lifestyle-Produkt“ ansehen, setzen sich offensichtlich unnötig großen Risiken aus. Daher sollte dasPotenzmittel wie jedes andere Medikament auch nur dann angewendet werden, wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht.

Welche Dosierung ist für wen geeignet?

– Viagra ist in drei verschiedenen Dosierungen zu erhalten, nämlich mit 25 mg, 50 mg und 100 mg Sildenafil. Männer, die mit der Einnahme von Viagra beginnen, bekomme meist 50 mg Sildenafil verschrieben, dies ist die Standardsicherung. Je nach Bedarf und nach Verträglichkeit kann die Dosierung allerdings auf 25 mg herabgesetzt oder auch auf 100 mg erhöht werden. Bei Männern in noch jungem Alter ist eine Dosierung von lediglich 25 mg in den meisten fällen absolut ausreichend, da die Ursachen für die Erektionsstörung meist physisch sind.

Schon in der geringen Dosierung kann Viagra in diesem Fall die benötigte Sicherheit bieten und ausreichend unterstützen.

Sollten Erektionsstörungen hingegen schwerwiegender sein, kann der Arzt die erhöhte Dosis von 100 mg verschreiben. Dabei ist allerdings zu beachten, dass bei dieser hohen Dosierung Nebenwirkung deutlich verstärkt auftreten können.

Generell sollten Sie bei der Einnahme von Viagra allerdings Geduld zeigen. Bei vielen Männern ist es der Fall, dass einige Einnahmen vergehen können, bis das Potenzmittel die gewünschte Wirkung zeigt. Daher sollten Sie nicht direkt nach der ersten oder zweiten Einnahme von Viagra an der Wirksamkeit des Potenzmittels zweifeln und die Wirksamkeit in Frage stellen. Auch Erwartungsdruck oder physischer Stress können die Wirkung des Mittels negativ beeinflussen.

Verspüren Sie allerdings auch nach mehrmaliger Anwendung noch immer keinerlei Wirkung, empfehlen wir Ihnen, einen Arzt aufzusuchen und mit diesen über das Problem zu sprechen. Gegebenenfalls kann er die Dosierung anpassen oder Ihnen nach Bedarf ein alternatives Mittel mit einer anderen Wirkstoffbasis verschreiben.

Welche Wirkstoffe enthält Viagra?

– Wie bereits erwähnt, ist der Wirkstoff Sildenafil in verschiedenen Dosierungen in den Tabletten zu finden. Weitere Bestandteile sind Calciumhydrogenphosphat, Magnesiumstearat, Croscarmellose Natrium und Mikrokristalline Cellulose im Tablettenkern und Indigocarmin, Triacetin, Hypromellose, Lactose-Monohydrat, Titandioxid und Aluminiumsalz im Filmüberzug.

In welchen Packungsgrößen ist das Medikament in Deutschland erhältlich?

– Insgesamt gibt es sechs verschiedene Packungen von Viagra. Die Tablette mit 25 mg Sildenafil kann in einer Packung mit vier oder acht Tabletten gekauft werden, Viagra mit einer Dosierung von 50 mg oder 100 mg können jeweils in einer Schachte mit vier oder mit zwölf Tabletten erworben werden.

Hat Viagra Nebenwirkungen und wenn ja, welche?

-Da Viagra ein Medikament ist, können auch diese Mittel, wie bei allen anderen Medikament auch, Nebenwirkungen entstehen. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Schwindel und Kopfschmerzen, Sehstörungen, eine verstopfte Nase oder eine Verdauungsstörung.

Können durch die Einnahme von Viagra Wechselwirkungen mit Lebensmitteln oder mit anderen Arzneimitteln hervorgerufen werden?

– Ja, es ist möglich, dass durch die Einnahme von Viagra Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder mit anderen Stoffen auftreten. Es kann also sein, dass durch Viagra die Wirkung dieser Medikamente und die der Stoffe verstärkt oder abgeschwächt wird, oder das Nebenwirkungen entstehen.

Dies kann zum Beispiel bei einigen Arten von die Antibiotika wie zum Beispiel bei Rifampicin oder bei Erythromycin der Fall sein. Ebenfalls können bei Medikamente, die HIV-Infektionen behandeln, bei Mitteln, die zur Behandlung von Lungenhochdruck eingesetzt werden, oder bei Alphablocker diese Wechselwirkungen ausgeöst werden. Außerdem ist es möglich, dass bei dem Verzehr von Grapefruits und der Einnahme von Viagra Wechselwirkungen entstehen.

Generell gilt, dass Viagra auf keinen Fall in Kombination mit nitrathaltigen Medikamenten eingenommen werden darf, da ansonsten lebensgefährliche Blutdruckabfälle auftreten könnten.